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Wildentenhaufen (M 11)

Ein dicht gepackter Sternhaufen wie ein Schwarm fliegender Enten – im Teleskop ein Prachtstück.

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026 · Von Michael Plangger · So wählen wir aus

Der Wildentenhaufen M 11 im Schild
Bild: KPNO/NOIRLab/NSF/AURA/Adam Block, CC BY 4.0, Quelle: Wikimedia Commons

Was du siehst

Mit bloßem Auge liegt M 11 an der Grenze. Laut NASA ist er der am weitesten entfernte offene Sternhaufen des Messier-Katalogs, den man noch ohne Hilfsmittel sehen kann – das gelingt aber nur unter sehr dunklem Himmel.

Im Fernglas erscheint M 11 als kleiner, dreieckiger Lichtfleck (NASA). Er wirkt kompakt und hell, fast wie ein Kugelsternhaufen.

Im Teleskop zeigt sich, warum er so beliebt ist: ein dicht gepackter Haufen mit Hunderten von Sternen. Insgesamt zählt man rund 2900 Mitglieder (NASA, SEDS). Er gehört zu den reichsten und kompaktesten offenen Sternhaufen am Himmel (NASA).

Woher der Name kommt

Die hellsten Sterne bilden ein V, das an einen Schwarm fliegender Wildenten erinnert (NOIRLab). Diese Form siehst du am besten im Teleskop bei mittlerer Vergrößerung.

Gut zu wissen

Entdeckt hat ihn der deutsche Astronom Gottfried Kirch 1681 in Berlin (SEDS). Der Haufen ist mit rund 220 Millionen Jahren noch recht jung (NOIRLab).

Von Deutschland aus steigt M 11 höchstens auf rund 29 bis 36 Grad über den Südhorizont – im Norden niedriger, im Süden höher. Ein freier Blick nach Süden und ein Abend ohne Dunst helfen sehr.

Tipps

  • Der Wildentenhaufen liegt in einer hellen Region der Milchstraße. Schwenke mit dem Fernglas auch langsam durch die sternreiche Umgebung.
  • Im Teleskop: Erst mit kleiner Vergrößerung finden, dann auf 60- bis 100-fach erhöhen, um die Enten-Form zu sehen.
  • Mondlicht überstrahlt den Haufen leicht. Beobachte am besten in mondlosen Nächten (EarthSky).

Häufige Fragen

Warum heißt M 11 Wildentenhaufen?
Seine hellsten Sterne bilden ein V wie ein Schwarm fliegender Wildenten (NOIRLab).
Kann man M 11 mit dem Fernglas sehen?
Ja, als kleinen, dreieckigen Lichtfleck (NASA). Einzelne Sterne zeigt erst ein Teleskop.

Quellen (4)

  1. NASA Science: Messier 11 (The Wild Duck Cluster) (abgerufen 14.10.2026)
  2. SEDS Messier Database: Messier 11 (Wild Duck Cluster) (Spiegel bei LAMOST) (abgerufen 14.10.2026)
  3. NOIRLab: M11, Bild und Beschreibung (abgerufen 14.10.2026)
  4. EarthSky: Wild Duck Cluster, deep-sky gem by Eagle’s tail (abgerufen 14.10.2026)

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